Weltreligionen


Was ist eine Weltreligion?

 

Für diesen Begriff gibt es keine richtig offizielle Erklärung. Wer ihn benutzt, meint damit in der Regel eine Religion mit sehr vielen Anhängern oder eine Religion, die auf der ganzen Welt verbreitet ist.

Als Weltreligionen werden Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus bezeichnet, oft auch die Bahai-Religion, der Daoismus und der Konfuzianismus.

 

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Christentum


Christentum:

 

Christen glauben an einen einzigen Gott. Ihre Religion hat sich aus dem Judentum entwickelt und ist auch mit dem Islam verwandt. Aus ihm hat sich später die Bahai-Religion entwickelt. Alle vier Religionen haben den gemeinsamen Stammvater Abraham.

Jesus hat als Jude vom Reich Gottes gesprochen und verkündet, dass mit ihm dieses Reich schon begonnen hat. Die Menschen, die an Jesus Christus und seine Botschaft glaubten, nannten sich später Christen. Paulus und die anderen Apostel haben die Botschaft von Christus weitererzählt. So wurde sie verbreitet.

Jesus predigte viele Dinge aus der jüdischen Bibel und ergänzte die Ausführungen. Später entstand daraus das Zweite Testament. Die jüdische Bibel nennen Christen daher auch das Erste Testament. Beide Testamente zusammen sind die Bibel der Christen.

Jesus forderte die Menschen dazu auf, sich an die Zehn Gebote zu halten und friedlich, fair und gerecht miteinander zu leben und füreinander zu sorgen. Er selbst soll vielen kranken und armen Menschen auf wundersame Weise geholfen haben.

Christen glauben, dass Jesus Christus der Messias ist, der vom Tod auferstanden ist und sie von ihren Sünden befreit. Juden und Muslime glauben das nicht.

Das Christentum hat auf der ganzen Welt ungefähr zwei Milliarden Anhänger und ist damit die größte Weltreligion.  

 

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Glaubensrichtungen im Christentum:

 

In rund 100 Ländern der Erde leben insgesamt knapp zwei Milliarden Christen. Sie gehören rund 300 verschiedenen Glaubensrichtungen an. Diese unterscheiden sich zum Teil sehr voneinander. Zum Beispiel leben und glauben manche Christen sehr frei. Bei anderen spielen die Rituale der Religion dagegen auch im Alltag eine sehr große Rolle.

Die Hauptströmungen im Christentum sind die Katholische und die Evangelische Kirche. Über die Hälfte aller Christen sind römisch-katholisch. Ihr Oberhaupt ist der Papst. Rund ein Viertel der Christen folgen der Lehre von Martin Luther. Er hat die Kirche im Mittelalter reformiert.

Alle Christen zusammen bilden die größte Religionsgemeinschaft weltweit.

 

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Geschichte des Christentums:

 

Das Christentum hat sich aus dem Judentum entwickelt. Es ist nach Jesus Christus benannt. Er ist für Christen der Messias.

Die Weihnachtsgeschichte mit seinen Eltern Maria und Josef in Bethlehems Stall erzählt die Geschichte von Jesu Geburt. Das war im Jahre 7 oder 6 vor unserer Zeitrechnung nach dem Gregorianischen Kalender in Galiläa. Die Bibel erzählt, dass der Engel Gabriel Maria kurz vor der Geburt von Jesus erschienen ist. Er hat ihr erklärt, dass Gott ihr einen Sohn geschenkt hat. Da Maria Jüdin war, war auch Jesus ein Jude.

Die Bibel erzählt, dass Jesus sich schon als kleiner Junge sehr für Gott und seine Lehre interessiert hat. Als Jesus erwachsen war, bat er Johannes, ihn zu taufen. In der Bibel steht, dass sich dabei der Himmel öffnete und eine Stimme verkündete: „Dies ist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Wohlgefallen gefunden“.

Nach der Taufe zog Jesus 40 Tage lang zum Beten und Fasten in die Wüste. Anschließend reiste er umher, erzählte überall von Gott und heilte viele Kranke. Begleitet wurde er von zwölf Anhängern, seinen Jüngern, die er zu Aposteln ernannte. Sie verbreiteten das Christentum unter den Menschen.

Immer wieder berichtete Jesus in seinen Predigten davon, dass Gott die Armen, Kranken und Erfolglosen genauso liebt wie die Gesunden und Mächtigen.

Jesus hatte viele Anhänger aber auch Feinde. Sie hielten ihn für einen Hochstapler. Andere Juden aber auch Römer sahen sich in ihrer Macht bedroht. Sie nahmen ihn gefangen und kreuzigten ihn.

Christen glauben, dass Jesus nach drei Tagen von den Toten auferstanden ist. Die Bibel erzählt, dass er in den nächsten 40 Tagen vielen Menschen noch einmal begegnet ist. Erst dann kehrte Jesus zu Gott zurück. Daran erinnert Christen das Fest Christi Himmelfahrt.

 

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Judentum


Judentum:

 

Das Judentum ist die älteste Religion, deren Anhänger an nur einen Gott glauben. Sie wurde zuerst vor fast 4.000 Jahren im heutigen Israel verbreitet. Aus dem Judentum entwickelten sich später das Christentum und der Islam. Erst vor 150 Jahren entstand aus dem Islam die Bahai-Religion. Alle vier Religionen haben den gemeinsamen Stammvater Abraham.

 

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Unterschiede zwischen Judentum und Christentum:

 

Juden beten nur zu Gott. Christen beten außerdem Jesus an, denn er ist für sie der Messias und der Sohn Gottes. Außerdem sind sie der Ansicht, dass Gott den Tod von Jesus gewollt hat. Beides glauben Juden nicht.

Für Christen ist Jesus Gottes Sohn, in dem Gott sich den Menschen gezeigt hat. Diese Meinung teilen Juden nicht. Ihr  Glaubensbekenntnis sagt, dass es nur einen einzigen Gott gibt. Die Bibel erzählt, dass Gott Abrahamn daran gehindert hat, ihm seinen Sohn zu opfern. Seither steht für Juden fest, dass Gott keine Menschenopfer will.

Judentum und Christentum haben aber auch viele Gemeinsamkeiten. Beide glauben an den einen Gott, den Schöpfer des Universums. Sie nennen ihn Vater oder König und lieben ihn als ihren Erlöser, der ihnen ihre Schuld vergibt und sich freut, wenn Menschen zu ihm beten und ihn um Hilfe bitten. Die Anhänger beider Religionen glauben, dass Gott Kranke heilt und Engel als Boten zu den Menschen schickt.

Viele Rituale der Christen haben einen jüdischen Ursprung. Zum Beispiel kommt der freie Sonntag der Christen aus dem Judentum, wo erstmals ein freier Wochentag eingehalten wurde. Und parallel zur jüdischen Kiddusch-Feier an jedem Schabbat feiern Christen ihr Abendmahl. Auch die Vorstellung, dass ein Messias die Welt am Ende der Zeit in ein Friedensreich bringt, kommt aus dem Judentum. Das griechische Wort Messias heißt sogar Christos.

 

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Warum entstand das Christentum, obwohl Jesus ein Jude war?

 

Das Christentum entstand, weil Jesus den Menschen etwas Neues von Gott erzählte. Manche Juden glaubten Jesus, andere nicht. So entstand aus dem Judentum das Christentum.

Jesus glaubte wie alle Juden an den einen Gott. Er ist nach jüdischem Glauben der Schöpfer der Welt. Er hat mit dem jüdischen Volk einen Bund geschlossen und ihm die Gebote gegeben.

Aber Jesus sagte den Menschen auch etwas Neues über Gott. Er sagte, dass eine Zeit der Entscheidung gekommen ist, dass Gott ganz nahe zu den Menschen kommt und sie zu einem neuen, liebevollen Leben befreien will.

Viele wollten davon nichts wissen. Einige Römer waren sogar so wütend über seine Worte, dass sie Jesus kreuzigten. Doch dann erschien Jesus seinen Anhängern als der Auferstandene. Wie sich das ganz genau abspielte, das können wir uns heute nicht mehr vorstellen. Aber für die Anhänger von Jesus hieß das: „Gott hat Jesus in sein ewiges Leben geholt.“

Damit hatte sich für sie erfüllt, was Jesus gesagt hatte. Sie waren sich sicher, dass Gott in Jesus zu den Menschen gekommen war, weil er sie liebt. Und zwar alle Menschen aller Völker.

Viele Juden und auch Menschen anderer Völker glaubten  Jesus. Sie nannten sich nun Christen. Juden, die Jesus nicht glaubten, blieben Juden.

 

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Islam


Islam:

 

Der Islam ist eine der großen Weltreligionen, die an nur einen Gott glauben. Er ist mit dem Judentum und dem Christentum verwandt. Außerdem hat sich die Bahai-Religion aus dem Islam entwickelt. Alle vier Religionen haben den gemeinsamen Stammvater Abraham.

Islam bedeutet „Unversehrtheit“ oder „Frieden“. Die Gläubigen des Islam heißen Muslime. Sie glauben an einen einzigen Gott. Er heißt auf Arabisch Allah. Die Botschaft von Allah ist der Koran. Das wichtigste Ziel der Muslime ist es, die religiösen Gebote gut zu beachten und so zu leben, dass es Allah gefällt. Im Zusammenleben sind Muslimen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, Friede, Vernunft, Bildung und Fortschritt wichtig. Kein Mensch darf wegen seiner Hautfarbe oder Herkunft benachteiligt werden. Nach dem Tod wünschen sich Muslime ein ewiges Leben bei Gott.

Der Islam kam vor rund 1440 Jahren in die Welt. Der Prophet Mohammed verbreitete den Glauben unter den Menschen. Heute gehören der Religion über eine Milliarde Menschen auf der Erde an.

 

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Hinduismus


Hinduismus:

 

Das Wort Hinduismus bedeutet „Einheit in der Vielfalt“. Und das verrät schon viel: Der Hinduismus ist nämlich eine ganze Sammlung von Religionen.

In dieser Glaubensgemeinschaft gibt es keinen Stifter, der wie Mohammed den Islam oder wie Jesus das Christentum verbreitet hat. Stattdessen kommen im Hinduismus viele verschiedene Religionen mit ihren Traditionen, Lehren, Schriften und Glaubensvorstellungen zusammen. Daher verehren auch nicht alle Hindus denselben Gott oder dieselben Götter. Auch die Feste, Gebetszeiten und viele andere Rituale gestalten Hindus auf unterschiedlich Weise.

Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten. So sind alle Religionen des Hinduismus in Indien entstanden. Und alle Hindus betrachten ihre Religion als eine Ordnung der Welt. Sie heißt Dharma und schreibt den Menschen vor, wie sie leben sollen. Hier kannst du die Religion näher kennenlernen. 

 

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Buddhismus


Buddhismus:

 

Der Buddhismus ist die Lehre von Siddharta Gautama. Er kam als Hindu zur Welt. Später beobachtete er, dass alle Menschen auf der Welt leiden. Manche, weil sie krank, arm oder einsam sind, andere, weil sie ein schlimmes Schicksal verkraften müssen. Aber auch gesunde, reiche und vom Schicksal verwöhnte Menschen sind von Unzufriedenheit oder sogar Neid, Gier oder Hass geplagt.

Siddharta versank tief in seinen Gedanken. In dieser Meditation fand er nach buddhistischem Glauben einen Weg, sich von allem Leid zu befreien. Er führte ein bescheidenes Leben, bescherte seinen Mitmenschen nur Freude und Gutes und betrachtete alle Menschen und Dinge ohne sie in irgendeiner Form zu bewerten. Das führte ihn zur wahren Erkenntnis aller Dinge. Damit war er der Buddha. Buddha heißt „der Erleuchtete“.

Siddharta Gautama erzählte den Menschen von seinen Erfahrungen, damit auch sie sich von allem Leid befreien und in Frieden leben konnten. Das war vor rund 2500 Jahren. Seine Lehre ist inzwischen sehr verbreitet – vor allem in Asien.

Auch anderen Menschen kann es gelingen, ein weiser und erleuchteter Mensch und damit ein Buddha zu werden. Viele Buddhisten glauben, dass dies auch schon häufig geschehen ist. Viele andere Gläubige meinen, das noch kein Mensch so lange Buddha war wie Siddharta Gautama. 

 

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